Die Buch Berlin vom 19. - 20.11.2016: Ein kleiner Rückblick

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Lesefestival "Queer gelesen" vom 22.04. - 24.04.2016 in Mainz

Zum dritten Mal lud das queere Lesefestival ein, in entspannter Atmosphäre den Autoren zu lauschen, um entweder neue Bücher kennen zu lernen oder auch nur zu erleben, wie der Autor aus einem bekannten Werk liest. Nachdem das Festival in den Jahren zuvor in Wiesbaden stattfand, hatte man dieses Mal die "Bar jeder Sicht" in Mainz als Veranstaltungsort auserkoren. 

Juliane Seidel hatte mich bereits im letzten Jahr angesprochen, ob ich nicht auch Lust zum Vorlesen hätte, und so gab es für mich auch keinen Grund, meine Teilnahme abzusagen. Trotz einem Riesenbammel, den ich vor meinem "ersten Mal" hatte. 

Mit der "Bar jeder Sicht" scheint das Lesefestival nun eine dauerhafte Heimat gefunden zu haben. Nicht nur ihr Ambiente und die Größe der Räume, sondern vor allem die freundlichen und offenen Leute, die die Bar in Form eines Vereins mithilfe von ehrenamtlichen Mitarbeitern betreiben, hatten es uns allen angetan. Wir fühlten uns nicht nur hervorragend bewirtet, sondern auch freundlich aufgenommen.

Und so reisten wir von nah und fern an, unsere Bücher im Gepäck und in meinem Fall mit einer gesunden Portion Aufregung, die jedoch schnell verflogen war. Vielleicht, weil ich mich im Kreis der Zuhörer und Autorenkollegen einfach wohl fühlte.

Meine Premiere, erstmals aus einem meiner Bücher vorzulesen, war auch (so denke ich) ganz gelungen. Jedenfalls hat es mir unglaublich viel Spaß und Freude gemacht und ich werde sicherlich im nächsten Jahr gerne wieder mit dabei sein.

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Und hier ein paar Bilder und Eindrücke von der Leipziger Buchmesse ...

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Die Leipziger Buchmesse 2016 - ein kleines Résumé

Dieses Mal fuhr ich mit meiner Freundin Barbara, die als mein menschliches Navi fungiert (damit ich mich mit meinem Schusselkopf nicht ständig verlaufe) und mittlerweile auch schon zum "Inventar" des deadsoft-Verlags zu gehören scheint, relativ entspannt nach Leipzig. So dachte ich zu wissen, was dort auf mich zukommt - aber weit gefehlt. Das, was ich vor allem am Samstag dort erlebte, sprengte doch alles, was bisher gewesen ist. Aber dazu gleich mehr.

Die Messehallen und der gläserne Boulevard wirkten auf mich vertraut, es war wie ein Nachhausekommen. Aber dieses Gefühl wird nicht von der Architektur dieser Messe, sondern allein von den Menschen getragen, die man dort trifft. Alte Bekante wie neue Freunde. Autorenkollegen und -kolleginnen, mit denen man sich gerne austauscht und bei der Gelegenheit den ein oder anderen Tipp aufschnappt. Unseren Verlagschef, mit dem man über das neueste Projekt reden kann.

Ja, und dann erst unsere Leser :-) Leute, die unterschiedlicher nicht sein könnten, die aber das gleiche Interesse verfolgen: den Autor kennen zu lernen, der sich hinter den Büchern verbirgt. Für mich auf der anderen Seite ist es toll, diejenigen zu treffen, die sich hinter Katzen- oder Bärenbildern ihrer Profilseiten auf Facebook verstecken. Klar, so eine Messe ist kaum der geeignete Rahmen, um sich in aller Ruhe auszutauschen, aber ich hoffe, dem ein oder anderen dann doch ein wenig gerecht geworden zu sein.

Der Freitag begann noch relativ entspannt, da ich keine Standzeit hatte. Also war erstmal ein wenig herumlaufen, ein wenig shoppen für die daheim gebliebenen Söhne und ein tolles Abendessen mit Jobst, Jana, Lena und Elisa angesagt. 

Am Samstag wurden dann sowohl ich als auch M.S. Kelts von unseren Fans überrascht - so viele waren gekommen, um uns zu treffen und neu erworbene oder mitgebrachte Bücher signieren zu lassen. Wow, das war echt klasse. Mit einem solchen Ansturm hatte ich nicht gerechnet, der toppte auch locker alles bisher dagewesene. An dieser Stelle möchte ich allen danken, die den (teilweise sehr weiten) Weg auf sich genommen haben, uns mit kleinen Mitbringseln verwöhnt und sich mit uns gefreut haben, Teil dieser Buchmesse sein zu dürfen.

Unser lustiger, bunter, eindeutig regenbogenfarbener Haufen war dem Nachbarstand, der der rechten Szene angehörte, wohl ein Dorn im Auge. Für mich war deren Anwesenheit auf der Messe auch ein Teil unserer Demokratie, unserer Meinungsfreiheit (jeder darf hier seine eigene politische Meinung äußern, sei sie auch noch so idiotisch und menschenverachtend). Aber mir wurde regelrecht warm ums Herz, als ich die Regenbogenfahnen sah, die die umliegenden Stände teils namhafter Verlage hissten, um ihre Solidarität zu unserer Gemeinschaft zu zeigen. Ein schönes Gefühl, dass in unserem Land viele dazu bereit sind, durch solche kleinen Gesten zu zeigen, dass man sich die Meinungen anderer nicht einfach überstülpen lässt.

Den Sonntag haben wir dann etwas ruhiger ausklingen lassen, wobei ich mich mit Susann und einigen anderen in der Autorenlounge so festgequatscht habe, dass ich eine Verabredung am Stand schlicht vergessen hatte (sorry, liebe Isabell, dass du auf mich warten musstest).

Alles in allem bleibt nur ein Fazit - es war wieder einmal ein unvergessliches Erlebnis und Leipzig ist für nächstes Jahr wieder fest eingeplant. 

 

Bis dann,

Eure Bianca

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